Ein bisschen KI und ein bisschen Märkte

Ein bisschen KI und ein bisschen Märkte
Stand: 20. Januar 2023

Laut Bloomberg haben bereits 30% der Professionals ChatGPT im Büro ausprobiert. Ich gehöre bislang nicht dazu, aber demnächst werde ich auch mal einen Blog über die neue KI schreiben. 

Die Diskussion über die Möglichkeiten der KI ChatGPT zeigt aber abermals deutlich, dass sich Fortschritt nicht aufhalten lässt und der Fortschritt viele Lebensbereiche umkrempeln wird. Man wird sehen wer in ein paar Jahren noch selbst Blogs, Tweets, Zeitungsartikel, Klageschriften, Urteile, Lehrmaterial und Hausarbeiten schreiben wird, um nur ein paar Beispiele zu nennen. Es scheint aber sicher zu sein, dass wir von vielen Aufgaben befreit oder enthoben werden, was natürlich zu deutlichen Veränderungen am Arbeitsmarkt führen wird. Von dieser Entwicklung profitieren könnten Bereiche, in denen zwischenmenschliche Beziehungen, wie Pflege, Kinder oder handwerkliche Fähigkeiten wichtig sind. Die große Frage, ist dann jedoch: wie werden wir uns weiterentwickeln, wer wird auf abstrakter Ebene noch gute Ideen haben, wer macht Grundlagenforschung? Denn für richtig neues, also echte Schritte nach vorne, braucht man Kreativität, dies scheint in den KI’s noch nicht vorhanden zu sein. Das kann auch noch kommen, dann betreten wir aber den Bereich der Superintelligenz und hier müssen sich die Menschen eine neue Nische suchen.

Soweit meine Gedanken hierzu und jetzt zu den Finanzmärkten:

Nach dem schwierigen Jahr 2022 haben die Märkte mit einem wahren Feuerwerk ins Jahr 2023 gestartet. Die gefallenen Energiekosten und Inflationsraten haben zu einem Rückgang der Inflationserwartungen beigetragen. Damit einhergehend sind die Konjunkturerwartungen gestiegen, defacto wird nun keine Rezession mehr erwartet und die Zinsanhebungserwartungen für die Notenbanken werden angezweifelt. Alles das zusammen hat das Kapitalmarktumfeld sehr positiv beeinflusst. Dazu kam noch ein gewisser Investitionsstau aus dem letzten Jahr, der sich jetzt teilweise abgebaut haben dürfte. Diese hohe Dynamik dürfte nicht anhalten und Performance entwickelt sich nicht entlang einer Einbahnstraße. Aber in den kommenden Monaten sollten die positiven Nachrichten überwiegen. Somit dürfen sich die Kapitalmärkte bis ins Frühjahr relativ positiv entwickeln.

Was die ersten beiden Wochen des Jahres abermals gezeigt haben, dass wenn ein gewisses Grundvertrauen in die Entwicklung der Kapitalmärkte vorhanden ist, man auch investiert sein sollte – natürlich abhängig von der Risikoneigung. Denn man wird es ansonsten kaum schaffen, an solchen kurzen aber kräftigen positiven Phasen partizipieren zu können.

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