Ukrainekrise geht weiter

Ukrainekrise geht weiter
Stand: 22. Februar 2022

Der russische Staatspräsident ist zumindest meiner Logik nicht gefolgt und hat die Eskalationsschraube weiter gedreht. Welche Beweggründe hinter dem Handeln Russlands oder vielleicht besser Putins stecken, kann ich nicht beurteilen. Der weitere Verlauf der Krise und der Ball des Handels liegt jetzt aber wieder beim Westen. Die Einschätzung, ob die Anerkennung der beiden Regionen Donezk und Luhansk, sowie die Entsendung „Friedensicherender Truppen“ bereits ein Einmarsch ist oder die Manifestierung bestehender Tatsachen, wird hierbei sehr wichtig sein. Fallen die Sanktionen zu schwach aus, wird Russland die Schraube weiterdrehen, fallen die Sanktionen zu stark aus, können diese die westliche Wirtschaft massiv dämpfen und Russland ebenfalls zum weitermachen bewegen.

Das richtige Maß ist entscheidend. Bislang gibt es noch keinen konkreten Maßnahmenplan. Aber es scheint klar zu sein, dass die wirtschaftlichen Sanktionen hauptsächlich die europäische Wirtschaft und hier – wegen der engen wirtschaftlichen Verflechtung – insbesondere die deutsche Wirtschaft negativ treffen werden. Die Energiepreise bleiben dabei wohl hoch, womit eine fallende Inflationsrate unwahrscheinlicher wird. Das neue Szenario könnte die EZB mit fallende Wachstumserwartungen bei weiterhin zu hohen Inflationsraten konfrontieren. Ein Szenario, bei dem sich die EZB in der Vergangenheit immer für den Weg einer moderaten Geldpolitik entschieden hat.

Im Sinne der Ukrainer hoffe ich auf eine schnelle und friedliche Lösung dieser Krise.

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Ein Kommentar

Wer die russische Logik versteht, weiß dass die aktuellen Sanktionen nur Gelächter hervorrufen.
Das wahrscheinlichste Szenario ist ein voller militärischer Angriff auf die Ukraine. Dann wird ein Marionetten Regime von Putins Gnaden installiert und Friedensverhandlungen geführt. Protestbewegungen werden wie in Belarus oder Kasachstan blutig nieder geschlagen.

Der Westen wird zähneknirschend zu schauen, warme Worte verteilen aber wegen wirtschaftlicher Überlegungen dem zustimmen.

ABER: Russland wird durch die Kosten der Expansionspolitik und seiner wirtschaftlichen Schwäche langsam in sich zusammen fallen und immer unberechenbarer. Ein failed State mit Atomwaffen.

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