Wie mit der aktuell hohen Volatilität umgehen?

Wie mit der aktuell hohen Volatilität umgehen?
Stand: 26. Januar 2022

Die Nervosität einiger Marktteilnehmer führte in den letzten Tagen zu teils heftigen Kursverlusten an den Aktienbörsen weltweit. Ein bitterer Cocktail, bestehend aus Angst vor steigenden Leitzinsen und gewürzt mit Omikron, verdarb den Risikoappetit der Anleger. Und nun noch die Befürchtungen, dass Putin den Cocktail vergiftet, in dem er den Konflikt mit der Ukraine eskalieren lässt.

Verdauen wir mal die Tagesereignisse und werfen einen nüchternen Blick auf die Konjunktur. Die globale Wirtschaft bleibt auf Wachstumskurs. Die gerade veröffentlichten Einkaufsmanagerindizes signalisieren eine anhaltend gute konjunkturelle Lage. Die Mehrzahl der befragten Unternehmen äußerte sich zuversichtlich, dass sich die Lieferkettenproblematik in den kommenden Quartalen spürbar entspannt. Neben der Angebotsseite bietet auch die Nachfrageseite durch anhaltend hohe Sparquoten das Potential für zusätzliche konjunkturelle Impulse, sobald sich die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie lockern.

In unserem Beitrag am Jahresanfang (https://www.bielmeierswelt.com/2021/12/29/gute-vorsaetze-fuer-das-boersenjahr-2022/) plädierten wir dafür, die Portfolios an die jeweils aktuelle Situation anzupassen. Dies haben wir getan. Nach einer temporären Übergewichtung der Aktien im letzten Jahr sind wir bereits mit einer geringeren Aktienquote ins laufende Jahr gestartet. In den zurückliegenden Wochen haben wir darüber hinaus in mehreren kleinen Schritten unsere Aktienquote weiter gesenkt und insbesondere die hoch bewerteten Technologietitel signifikant verringert. Demgegenüber haben wir zum einen unsere Investitionen in substanzstarke Aktien und zum anderen die Liquiditätsquote erhöht.

Um konkret auf die Eingangsfrage einzugehen:

Auf dem jetzigen Niveau sehen wir vor dem Hintergrund der robusten Konjunktur und unserer bereits reduzierten Aktienquote aktuell keine Veranlassung, die Aktienquote weiter zu senken. Angesichts der unklaren geopolitischen Lage erscheint es uns allerdings auch noch zu früh, die Aktienquote bereits wieder zu erhöhen.

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