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10-jährige US-Staatsanleihen erreichen endlich 5%. Inflation, Zinspolitik und sinkende Nachfrage prägen das Umfeld. Die US-Notenbank sieht Chancen zur Konjunktur- und Inflationssteuerung.

Eine Taschenuhr, die auf einem Haufen Geld liegt
  • US-Staatsanleihenrenditen erreichen 5%: Lang erwartete Entwicklung aufgrund von Inflation, Zinspolitik und sinkender Nachfrage.
  • US-Notenbank sieht Chance zur Konjunkturdämpfung: Anstieg der Renditen ermöglicht mögliche Kontrolle der Inflation und der wirtschaftlichen Dynamik.
  • Investitionsmöglichkeiten im Rentenmarkt: Die Entwicklung bietet potenzielle Chancen für Anleger, da die US-Notenbank auf eine Dämpfung der Inflation abzielt.

Lang ersehnter Meilenstein erreicht: 10-jährige US-Staatsanleihenrenditen erreichen 5%

Diese Woche haben die 10 jährigen US Staatsanleihen endlich das Niveau von 5% erreicht. Die Marktteilnehmer haben nun schon einige Tage auf dieses Niveau gewartet. Damit wird das finanzielle Umfeld für alle Schuldner unangenehmer und die Bremswirkung der hohen Renditen dürfte sich durch die gesamte US Volkswirtschaft ziehen. Aber auch die restliche Welt wird die bremsende Wirkung des kräftigen Anstieg der US Renditen spüren, da der US Rentenmarkt eigentlich in alle relevanten Rentenmärkte ausstrahlt.

Einflussfaktoren auf den Anstieg der Renditen: Inflation, Zinspolitik und Nachfragerückgang

Ursprünglich ausschlaggebend für den Anstieg der Renditen war die hohe Inflation und der prägnante Zinsanhebungszyklus der US Notenbank. Jedoch in den letzten Wochen hat sich auch ein anderer Effekt bemerkbar gemacht. Die Nachfrage nach US Staatsanleihen ist abgeflacht. Angefangen von der US Notenbank, die ihre Bilanzsumme reduziert und daher auslaufende Staatsanleihen nicht mehr vollständig ersetzt. Über US Banken, die auf hohen stillen Lasten sitzen wegen der stark gefallenen Preise für US Staatsanleihen, was die Neigung, diese zuzukaufen spürbar dämpft. Bis zu ausländischen Investoren, hier hauptsächlich China, die sich zurückhalten. Zusammengenommen hat sich damit die Nachfrage nach US Staatsanleihen spürbar verringert. Gleichzeit ist das Angebot an Staatsanleihen aber ungebremst hoch, da die US-Staatsverschuldung weiter zunimmt. Insgesamt hat sich mit diesen Entwicklungen die gleichgewichtige Nachfrage-Preis-Relation verschoben. Wenn die Nachfrage dauerhaft niedriger bliebe, dann würde sich das gewichtige Renditeniveau dauerhaft nach oben bewegen. Aber US Staatsanleihen dürften die sichere Anlagealternative bleiben. Daher gehe ich nicht von einem dauerhaften Effekt aus. Aber auch kurzfristig hat die leicht schwächere Nachfrage Effekte gehabt.

Potenzielle Investitionsmöglichkeiten im Rentenmarkt: Auswirkungen auf Anleger

Für die US Notenbank hat sich mit dem Anstieg der Renditen das Umfeld eigentlich etwas verbessert. Die Konjunkturdynamik wird damit abgebremst, was dann auch die Inflation weiter dämpfen dürfte. Dies war und ist das Ziel der Notenbank. Damit ist eine weitere spürbare Anhebung der Notenbankzinsen unwahrscheinlicher geworden. Zudem ergeben sich bei dem hohem Renditeniveau der Anleihen auch gute Möglichkeiten für Anleger. Denn mit dem klaren Ziel der US Notenbank, die Inflation und damit auch die konjunkturelle Dynamik zu dämpfen, verbessert sich perspektivisch das Umfeld für den Rentenmarkt – was dann auch wieder zu sinkenden Renditen beitragen sollte.

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