Ändert was! … Machen wir ja

Ändert was! … Machen wir ja
Stand: 6. August 2021

Rekordeisschmelze in Grönland, Waldbrände in der Türkei und Griechenland, Überschwemmungen in Deutschland, nachlassende Dynamik des Golfstroms – die Nachrichten sind zur Zeit voll von unheilvollen Naturkatastrophen. Damit setzt sich ein Trend fort, der schon vor einigen Jahren begonnen hat. Dies ist eigentlich auch nicht überraschend, da die entsprechenden Forschungsrichtungen schon seit einiger Zeit darauf hinweisen, welche Folgen der Klimawandel haben wird. Ich möchte hier gar nicht auf die Diskussion eingehen, ob der Klimawandel Menschen gemacht ist oder nicht, da dies für mich außer Frage steht.

Versetzen Sie sich nun kurz in die Perspektive eines Außerirdischen der die Geschehnisse auf der Erde mit wohlwollenden Interesse aber mit Abstand verfolgt. Sein Ratschlag wäre wohl sehr eindeutig. Ändert was!

Nun, in der industrialisierten Welt ist man mitten im Umbau der Volkswirtschaften. Die CO2 Neutralität wird für die kommenden Jahre angestrebt. Dieser Umbau wird politisch stark unterstützt und die notwendigen Mittel kommen sowohl aus staatlichen Töpfen wie auch von privater Seite. Der Megatrend Nachhaltigkeit sorgt hier für die angemessene Aufmerksamkeit und gibt auch die richtigen Anreize für private Investoren. Trotzdem wird es eine große technologische aber auch soziale Herausforderung werden. Denn es gibt hier einen Zielkonflikt, zum einen soll es weiterhin Wachstum und Wohlstandsgewinn geben, gleichzeitig soll dieses Wachstum eben ressourcenneutral generiert werden. Um diesen Zielkonflikt zu lösen muss man Veränderungsgeschwindigkeit entsprechend kalibrieren, in der Hoffnung, dass uns die Natur genügend Zeit lässt.

Auf globaler Ebene muss man natürlich auch die Schwellen- und Entwicklungsländer mit berücksichtigen. Hier hat man den Anspruch, das Wohlstandsniveau weiter anzuheben. Ohne Unterstützung aus den Industrieländern wird hier also die Belastung der natürlichen Ressourcen weiter hoch bleiben bzw. sogar noch steigen. Im Sinne aller muss man hier eine vernünftige Zusammenarbeit und Technologietransfer organisieren.

Die Auswirkungen unseres Handels auf die Natur sind sichtbar. Die großen Industrieländer haben bereits reagiert und mit dem Umbau der Volkswirtschaften begonnen. Die privaten Investoren werden durch die entsprechenden Anreize mit einbezogen. Wir sind also auf dem richtigen Weg. Natürlich kann man über das Ambitionsniveau und die Veränderungsgeschwindigkeit unterschiedlicher Meinung sein. Aber es ist aus meiner Sicht eben auch wichtig, dass der Umbau soweit wie möglich sozial abgefedert wird. Ansonsten kann hier große Unzufriedenheit entstehen, die unserer gesellschaftliches System stark unter Stress setzt.

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