Unfriedliche Weihnacht

Unfriedliche Weihnacht
Stand: 22. Dezember 2021

Corona lässt uns nicht los. Mit Omikron kommt die nächste Eskalationsstufe auf uns zu, deren Ausmaße bislang nicht abschätzbar sind – für jeden individuell wie auch für die Bevölkerungen in den Ländern insgesamt. Das einzige was hilft, ist Impfen. Kann man zwar eigentlich nicht mehr hören, ist aber anscheinend weiterhin wichtig zu erwähnen. Natürlich gilt das auch für die staatlichen Stellen, die die notwendige Infrastruktur bereitstellen müssen.

Für die Volkswirtschaften ist eine mögliche 5.Welle und weitere Lockdowns natürlich eine weitere Belastung. Die Wachstumserholung sollte sich damit abermals nach hinten verschieben. Die Wachstumserwartungen für 2022 werden entsprechend sinken. Die Lieferketten bleiben damit natürlich gestresst. Aber wenn sich die wirtschaftliche Erholung mit einer schwächeren Dynamik über einen längeren Zeitraum streckt, sind das eigentlich gute Nachrichten für die Inflation. Die bestehenden Flaschenhälse auf den Güter- und Arbeitsmärkten werden etwas weiter, was zu einem geringen Preisdruck beitragen könnte. Damit können die Notenbanken die notwendige geldpolitische Straffung etwas verhaltener angehen. Aber die Engpässe dürften uns die nächsten Jahre begleiten, insbesondere an den Arbeitsmärkten.

Die Renditen sollten von diesem Umfeld zunächst profitieren können. Mittelfristig bleibt aber die Herausforderung bestehen, dass eine – wenn auch langsame – Normalisierung der Geldpolitik ansteht. Die Aktienmärkte bleiben zunächst etwas unruhiger. Je nachdem welche Nachrichten die Oberhand haben, dürfte sich verhalten gute Stimmung mit gedrückter Stimmung abwechseln. Aber Corona ist bekannt und ein erneuter Stillstand der Weltwirtschaft ist sehr unwahrscheinlich. Damit steht aus meiner Sicht keine größere Korrektur an. Im Laufe von 2022 sollten sich dann auch die guten Zahlen aus den Unternehmen durchsetzen, unterstützt von der wohlbekannten Alternativlosigkeit zu den Aktienmärkten.

Soviel zur aktuellen Einschätzung und zum Ausblick für die kommenden Monate. Jetzt möchte ich Ihnen aber für Ihre Treue und Ihr Interesse danken. Was wäre ich ohne Sie. Ich wünsche Ihnen ein schönes Fest und ein paar erholsame Tage. Im nächsten Jahr gehts weiter. Dem Zitat von Paulchen Panter folgend: Heute ist nicht alle Tage. Ich kommwieder, keine Frage.

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