Mut und Mutationssorgen

Mut und Mutationssorgen
Stand: 29. Januar 2021

Wachsende Sorgen um die Mutationen der Coronaviren und mögliche ungünstige Auswirkungen auf die Wirksamkeit der verfügbaren Impfstoffe haben die Stimmung an den Kapitalmärken in den letzten Wochen etwas getrübt. Nach den rasanten Kursanstiegen kam es dann auch zu einigen teilweise kräftigen Kurskorrekturen. Dabei verläuft die Entwicklung in Europa insgesamt etwas schwächer als in der restlichen Welt, da hier die Versorgung und Verteilung der Impfstoffe vergleichsweise holprig verläuft (Europa und die Mittelmäßigkeit).

Das grundlegende Szenario ist aber weiterhin in Takt. Die bereits verfügbaren und die noch hinzukommenden Impfstoffe und Medikamente werden die derzeit noch aktive Corona-Pandemie bis zum Spätsommer zu einem Ende bringen bzw. schon vorher den Schrecken nehmen. Diese generell positive Entwicklung wird zwar auch weiterhin nicht ohne Enttäuschungen und auch nicht gleichmäßig über alle Länder und Regionen verlaufen; das Licht am Ende des Tunnels ist aber klar und deutlich sichtbar. Damit sollten sich auch die Aktienmärkte weiterhin generell positiv entwickeln und Phasen mit fallenden Kursen werden immer wieder auch als attraktive Einstiegmöglichkeit gesehen werden – auch wenn der Einstieg manchmal Mut braucht.

Wie an den Farben in der Karte leicht zu erkennen, dürften sich aus meiner Sicht weiterhin Insbesondere die USA und die asiatischen Schwellenländer relativ gut entwickeln. Die Performance in Europa und Lateinamerika sollte sich dagegen weiterhin etwas verhaltener entwickeln, aber im positiven Bereich liegen.

Die Rentenmärkte sollten dabei weiterhin von den Notenbanken unterstützt werden, Kursgewinne kann man in dieser Assetklasse wohl nur noch in den Schwellenländern erwarten. Der Goldpreis sollte von weiterhin negativen Realzinsen unterstützt werden.

Der Ausblick für die Finanzmärkte ist also aus meiner Sicht weiterhin positiv. Alle politischen und konjunkturellen Schwächen werden weiterhin kaum oder nicht beachtet. Dieses positive Szenario würde sich nur dann schlagartig ändern, wenn Mutationen auftauchen, die die Coronaviren gegen die verfügbaren Impfstoffe immun machen und das Ende der Pandemie damit wieder unabsehbar werden würde.

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