Komplizierte Welt, fallende Inflation – Alles gut

Gute Nachrichten muss man zurzeit suchen. Der Euroraum bleibt weit hinter seinen Möglichkeiten zurück, politisch wie auch wirtschaftlich. Leider gibt es zurzeit auch keine Anzeichen, dass sich dies perspektivisch verbessern könnte. In den USA ist in den letzten Wochen die Wahrscheinlichkeit gestiegen, dass Donald Trump erneut zum US-Präsident gewählt werden könnte. Politisch wie wirtschaftlich wäre dies eine große Herausforderung für Europa. Aber auch der Welthandel insgesamt dürfte darunter leiden. Zudem gibt es auch noch die lodernden und heißen Konfliktherde, die insgesamt auch nicht weniger werden. Einzig die USA scheinen wirtschaftlich relativ stabil zu sein. Zudem ist die USA weiterhin ein interessanter Platz für Investitionen, wenn man die Faktoren wie politische und wirtschaftliche Stabilität, steuerliche Anreize und Energiekosten bedenkt. Soweit so gut, es gab sicherlich schon bessere Zeiten, wenn man die globalen politischen Entwicklungen betrachtet. Aber eine Rezession kann weitestgehend vermieden werden.

Die Finanzmärkte sind von diesen gesamten Entwicklungen unberührt. Stattdessen stürmen die Aktienmärkte von einem Hoch zu nächsten. Wie so häufig in der Vergangenheit sind fallende Notenbankzinsen der Grund für diese aus dem Rahmen fallende, aber erfreuliche Entwicklung.

Die Notenbanken haben sich in den letzten Wochen klar dafür ausgesprochen, die Zinsen im Jahresverlauf zu senken, es geht eigentlich nur noch um das Timing. Damit dürften im Laufe des Jahres nicht nur die Notenbankzinsen fallen, auch die Renditen sollten diesem Trend folgen und damit das Investitionsumfeld – wie auch die Aussichten für den Immobiliensektor – verbessern. Damit ist das Umfeld für einen freundlichen Kapitalmarkt gesetzt. Dazu kommen die relativ robusten Unternehmenszahlen, allen voran aus dem Bereich künstliche Intelligenz.

Wenn sich die bestehenden oder neuen Konflikte oder Krisen nicht auf die wirtschaftlichen Aussichten oder Inflationsentwicklung negativ auswirken – wovon ich zurzeit ausgehe -, dürften die fallenden Zinsen und Renditen die Finanzmärkte durch das Jahr tragen. Sicherlich wird es immer wieder mal kleinere Korrekturen geben, aber der grundsätzliche Tenor sollte positiv sein und bleiben. Der größte Risikofaktor ist die Inflation. Denn ein erneuter Anstieg der Inflationsdynamik würde das Verhalten der Notenbanken spürbar beeinflussen und Zinssenkungen wären schnell vom Tisch. Aber das Risiko für ein solches Szenario ist aktuell überschaubar.

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